Samstag, 6. Juni 2009
Whisper - Isabel Abedi


Bewertung: 4 von 5 Sternen

Inhalt: Eine unwirkliche Stille liegt über Whisper, dem alten Haus, in dem Noa ihre Ferien verbringen soll. Das alte Gebäude birgt ein Geheimnis, über das niemand im Dorf spricht. Furcht und neugierige Erwartung führen Noa immer tiefer auf die Spur eines rätselhaften Verbrechens. Gemeinsam mit David nähert sich Noa der Wahrheit eines nie geklärten Mordes.

Kritik: Ich muss sagen, ich bin komplett begeistert! Dass dieses hochgelobte Buch tatsächlich dem entspricht, was man mittlerweile ja fast schon erwarten muss, hätte ich nicht gedacht.
Abedi baut in dem Buch eine solche Spannung auf, dass es zum Ende hin undenkbar ist, es aus den Händen zu legen.
Alle Charaktere, und damit meine ich ALLE, sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, sodass man bei den vielen Namen, mit denen man es als Leser zu tun bekommt, schnell raus hat, wer wer ist. Besonders die Protagonistin Noa habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Die Handlung ist gespickt mit vielen unerwarteten Wendungen, auf die selbst der pfiffigste Leser nicht gleich schließt.
Ein richtig spannender Thriller also, der nicht nur für Jugendliche sehr zu empfehlen ist!

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Sonntag, 31. Mai 2009
Macho Man - Moritz Netenjakob


Bewertung: 4 von 5 Sternen

Inhalt: Daniel, Anfang 30, ist gerade verlassen worden - und das, obwohl er alles gemacht hat, was seine Freundin wollte. Schließlich haben ihm seine 68er-Eltern beigebracht, Frauen zu achten und zu respektieren. Das hat ihm als Jugendlicher auf Partys sehr geholfen: Während die Mädchen mit den anderen Jungs in der Ecke knutschten, hat er sie geachtet und respektiert. Und einer musste schließlich die ganzen Nudelsalate essen. Um die Trennung zu verdauen, fliegt er in die Türkei, wo sein bester Freund Mark als Animateur arbeitet. Dort passiert ein Wunder: Die bezaubernde Aylin, in die der ganze Club verliebt ist, interessiert sich für ihn. Den Schattenparker. Daniel schwebt im siebten Himmel. Wird aber sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, als er, zurück in Deutschland, Aylins türkische Großfamilie kennenlernt.

Kritik: Bei "Macho Man" lässt alles - innerlich und äußerlich - auf Jaud's "Vollidioten" schließen, was mich anfangs eher davon abgehalten hat einen Blick in das Buch zu werfen. Doch dann war die Neugier größer und ich habe "Macho Man" innerhalb eines Tages verschlungen.
Netenjakob schreibt mit ähnlichem, ja fast gleichem Humor, wie Tommy Jaud und schafft es somit sein vor allem junges Publikum zu begeistern.
Der Protagonist Daniel ist von Anfang an des Buches ein sehr liebenswerter Charakter und als er im Verlauf der Geschichte dann durch seine Verwandlung geht, möchte man ihn regelrecht davon abhalten, denn nicht nur seine Flamme Aylin weiß, was sie an ihrem "Loser" hat.
Das Ende ist fast schon ein wenig kitschig, doch es überfällt einen nicht, denn Netenjakob leitet das Ende ganz vorsichtig ein und hat am Schluss auch noch ein paar Lebensweisheiten mit seinem tollen Humor gepaart!

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Samstag, 30. Mai 2009
Deadline - Simon Kernick


Bewertung: 3 von 5 Sternen

Inhalt: Du kommst spät von der Arbeit – im Haus ist es dunkel. Als du eintrittst, klingelt das Telefon. Du nimmst den Hörer ab und deine Welt stürzt ein. Deine vierzehnjährige Tochter wurde entführt, die Kidnapper fordern eine halbe Million Pfund. Du hast 48 Stunden, sonst stirbt sie. Während der Albtraum beginnt, weißt du zwei Dinge ganz sicher: Dass du alles tun wirst, um deine Tochter zu retten. Und dass dir die Zeit davonläuft.

Kritik: Eines muss man Simon Kernick lassen: Er hat es geschafft "Deadline" nicht noch schlechter als "Gnadenlos" werden zu lassen. Sehr viel besser allerdings auch nicht.
Die Themen sind eigentlich immer sehr gut gewählt und bieten an sich eine sehr spannende Krimigrundlage, doch der Autor schafft es meines Erachtens nicht, mit logischen Schlussfolgerungen zu überzeugen.
Und natürlich gibt es auch wieder wie in seinem ersten Buch schon einen Sieger der Kategorie "Hasscharakter". Und wieder einmal ist es leider die weibliche Hauptrolle, hier mit dem Namen Andrea Devern. Dass sie es zweimal mit der gleichen Leier schafft, ihre Gegenüber auszutricksen ist doch sehr verwunderlich und, dass sie ihrer Tochter selbst bis Ende des Buches nichts von deren Adoption erzählt hat, ist für mich unerklärlich.
Alles in allem konnte man "Deadline" aber doch ernster nehmen, als "Gnadenlos" - denn der war damals ja wirklich gnadenlos gruselig mit den unbeabsichtigten Satireeinlagen.

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