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Dienstag, 21. Oktober 2008
Lügen, die von Herzen kommen - Kerstin Gier
Am Dienstag, 21. Okt 2008 im Topic 'Buchkritiken'

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Inhalt: Hanna hat keinen Freund. Und sie hat die klassische Eieruhrfigur. Zu beidem steht sie. Trotzdem muss man Letzteres ja nicht gleich in die Cyberwelt hinausposaunen. Prompt lernt sie beim Chatten "Boris" kennen, endlich den Mann, der all das zu haben scheint, was Hanna sich wünscht. Beim Online-Partnerschaftstest erreicht er 397 von 400 Punkten. Einem Real-Date steht nichts mehr im Weg. Wäre da nicht der neue Chef. Der ist nämlich sehr viel charmanter als zunächst vermutet und ein ernsthafter Konkurrent für den 397-Punkte-Mann aus dem Chat-Room.
Kritik: Nach Krimis muss ich unbedingt immer etwas lustiges lesen, deshalb kam mir dieser Roman von Kerstin Gier gerade recht. Nach "Für jede Lösung ein Problem" nun also "Lügen, die von Herzen kommen" und ich muss sagen, dass ich komplett begeistert bin! Wenn es Frau Gier auch mit ihren anderen Romanen schafft mich zu überzeugen, könnte sie zu einer meiner Lieblingsautoren mutieren. Ihre Charaktere sind allesamt sehr liebenswert und jeder von ihnen hat eine gewisse Eigenart, die ihn unverwechselbar macht. Wie oft musste ich fast Tränen lachen bei ihren Beschreibungen über den internen Abnehmkurs, den Hanna mit ihren Freundinnen durchmachen musste; die Vermessungsstunde bei dem Ekel Basti im Fitnessstudio oder die Aktion mit den Nacktschnecken im Garten! Einfach nur ein herrliches Buch zum Abschalten und Spaß haben!
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Montag, 20. Oktober 2008
Kalte Asche - Simon Beckett
Am Montag, 20. Okt 2008 im Topic 'Buchkritiken'

Bewertung: 5 von 5 Sternen
Inhalt: Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, weiß er sofort: Dieser Tod war kein Unfall! Er will seine Erkenntnisse dem Superintendent mitteilen, doch die Leitung bleibt tot. Ein Sturm hat die Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Da geschieht ein weiterer Mord.
Kritik: Ziemlich schade finde ich, dass der Rückentext so fehlerhaft ist. Ich frage mich immer wieder, welchen Leuten die Verlage eigentlich die Berechtigung geben, solche Texte verfassen zu dürfen.
Abgesehen davon ist "Kalte Asche" ein noch viel besserer und durchdachterer Roman, als Beckett's Erstlingswerk "Die Chemie des Todes". Allein die Atmosphäre auf der Insel Runa macht schon viel Unheimliches und Gruseliges aus und immer, wenn der Wind den Regen über's Land peitscht, kann man sich so richtig schön vorstellen, wie es auf der kleinen abgelegenen Insel gerade hergeht.
David Hunter ist allerdings ein Charakter, der mich nicht wirklich in seinen Bann zieht. Meist ist er sympathisch, aber das war's dann auch schon. Er hat zu wenig Ecken und Kanten meiner Meinung nach. Überhaupt sind Beckett's Figuren zu detaillos, als dass man eine richtige Bindung zu ihnen aufbauen könnte. Dafür versteht er es allerdings, jeden Leser in seinen Bann zu ziehen und für einen wunderbaren Grusel-Effekt zu sorgen. Ein Krimi der Spitzenklasse!
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Sonntag, 19. Oktober 2008
Dshamilja - Tschingis Aitmatow
Am Sonntag, 19. Okt 2008 im Topic 'Buchkritiken'

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Inhalt: Während ihr Mann im Krieg ist, verliebt sich Dshamilja in Danijar. In Kirgisien einem Land, wo Männer und Frauen eng an die patriarchalischen Traditionen der Nomaden gebunden sind, entwickelt sich das Drama dieses ungleichen Paares, die "schönste Liebesgeschichte der Welt".
Kritik: Da ich von so vielen Seiten immer nur positives über dieses Buch gehört habe, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen nach Aitmatows "Der Schneeleopard" nun auch seinen Roman "Dshamilja" in die Hand zu nehmen.
Vom inoffiziellen Untertitel "Die schönste Geschichte der Welt" habe ich mich zwar nicht leiten lassen, doch muss ich zugeben, dass ich diesem Satz nicht gänzlich zustimmen kann. Natürlich; Aitmatow beschreibt diese Liebe wunderschön und arbeitet mit faszinierenden Bildern, doch um eine stärkere Bindung zwischen den Charakteren aufbauen zu können, fehlt es dem Buch leider an ein paar Seiten.
Ansonsten ein nettes Büchlein, das man nicht gelesen haben muss, aber dennoch sehr unterhaltsam und schön zu lesen ist.
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