Sonntag, 31. Mai 2009
Macho Man - Moritz Netenjakob


Bewertung: 4 von 5 Sternen

Inhalt: Daniel, Anfang 30, ist gerade verlassen worden - und das, obwohl er alles gemacht hat, was seine Freundin wollte. Schließlich haben ihm seine 68er-Eltern beigebracht, Frauen zu achten und zu respektieren. Das hat ihm als Jugendlicher auf Partys sehr geholfen: Während die Mädchen mit den anderen Jungs in der Ecke knutschten, hat er sie geachtet und respektiert. Und einer musste schließlich die ganzen Nudelsalate essen. Um die Trennung zu verdauen, fliegt er in die Türkei, wo sein bester Freund Mark als Animateur arbeitet. Dort passiert ein Wunder: Die bezaubernde Aylin, in die der ganze Club verliebt ist, interessiert sich für ihn. Den Schattenparker. Daniel schwebt im siebten Himmel. Wird aber sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, als er, zurück in Deutschland, Aylins türkische Großfamilie kennenlernt.

Kritik: Bei "Macho Man" lässt alles - innerlich und äußerlich - auf Jaud's "Vollidioten" schließen, was mich anfangs eher davon abgehalten hat einen Blick in das Buch zu werfen. Doch dann war die Neugier größer und ich habe "Macho Man" innerhalb eines Tages verschlungen.
Netenjakob schreibt mit ähnlichem, ja fast gleichem Humor, wie Tommy Jaud und schafft es somit sein vor allem junges Publikum zu begeistern.
Der Protagonist Daniel ist von Anfang an des Buches ein sehr liebenswerter Charakter und als er im Verlauf der Geschichte dann durch seine Verwandlung geht, möchte man ihn regelrecht davon abhalten, denn nicht nur seine Flamme Aylin weiß, was sie an ihrem "Loser" hat.
Das Ende ist fast schon ein wenig kitschig, doch es überfällt einen nicht, denn Netenjakob leitet das Ende ganz vorsichtig ein und hat am Schluss auch noch ein paar Lebensweisheiten mit seinem tollen Humor gepaart!

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Samstag, 30. Mai 2009
Deadline - Simon Kernick


Bewertung: 3 von 5 Sternen

Inhalt: Du kommst spät von der Arbeit – im Haus ist es dunkel. Als du eintrittst, klingelt das Telefon. Du nimmst den Hörer ab und deine Welt stürzt ein. Deine vierzehnjährige Tochter wurde entführt, die Kidnapper fordern eine halbe Million Pfund. Du hast 48 Stunden, sonst stirbt sie. Während der Albtraum beginnt, weißt du zwei Dinge ganz sicher: Dass du alles tun wirst, um deine Tochter zu retten. Und dass dir die Zeit davonläuft.

Kritik: Eines muss man Simon Kernick lassen: Er hat es geschafft "Deadline" nicht noch schlechter als "Gnadenlos" werden zu lassen. Sehr viel besser allerdings auch nicht.
Die Themen sind eigentlich immer sehr gut gewählt und bieten an sich eine sehr spannende Krimigrundlage, doch der Autor schafft es meines Erachtens nicht, mit logischen Schlussfolgerungen zu überzeugen.
Und natürlich gibt es auch wieder wie in seinem ersten Buch schon einen Sieger der Kategorie "Hasscharakter". Und wieder einmal ist es leider die weibliche Hauptrolle, hier mit dem Namen Andrea Devern. Dass sie es zweimal mit der gleichen Leier schafft, ihre Gegenüber auszutricksen ist doch sehr verwunderlich und, dass sie ihrer Tochter selbst bis Ende des Buches nichts von deren Adoption erzählt hat, ist für mich unerklärlich.
Alles in allem konnte man "Deadline" aber doch ernster nehmen, als "Gnadenlos" - denn der war damals ja wirklich gnadenlos gruselig mit den unbeabsichtigten Satireeinlagen.

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Sonntag, 24. Mai 2009
Der Feuerflug des Elfenkönigs - Vanessa Walder


Bewertung: 4 von 5 Sternen

Inhalt: Wie kommen die Kobolde ins Museum? Erik traut seinen Augen nicht. Doch als er und seine Schwester Ariane einen Notruf aus dem Zauberwald empfangen, ist klar: Hier stimmt etwas nicht! Die Weltengrenze ist zerbrochen! Der Elfenkönig Leandro muss sofort handeln, um die Gefahr zu bannen. Aber dafür braucht er die Hilfe von Ariane und Erik. Auf dem Rücken des Drachen Obligo reisen die beiden Kinder in den Zauberwald - einem neuen Abenteuer entgegen.

Kritik: Der 2. Teil von Walders Zauberwald-Reihe beeindruckt wie auch der erste vor allem durch die wunderschöne Aufmachung. Kleine Schwarz-Weiß-Zeichnungen begleiten den Leser über jede Seite hinweg und auch das Cover hängt dem des ersten Buches in nichts nach. Die Story ist für mich allerdings nicht mehr ganz so interessant, bzw. spannend, daher der Punktabzug von einem Stern. Nichts destotrotz schafft es Vanessa Walder den Leser in ihren Bann zu ziehen und man möchte so schnell gar nicht mehr heraus aus dem Leben im Zauberwald mit all seinen niedlichen Figuren.

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