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Sonntag, 11. November 2007
Kalteis - Andrea M. Schenkel
Am Sonntag, 11. Nov 2007 im Topic 'Buchkritiken'

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Inhalt: München, Ende der 30er Jahre: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt - auch Kathie träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Manch eine ist hier schon unter die Räder gekommen, aber sie wird es schon schaffen. Oder? Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden. Der Teufel scheint auf dem Fahrrad unterwegs zu sein.In München und Umgebung werden junge Frauen vergewaltigt und umgebracht. Josef Kalteis ist verhaftet worden, aber gehen wirklich alle Verbrechen auf sein Konto?
Wurde vielleicht der Falsche hingerichtet und der Mörder läuft immer noch frei herum?
Kritik: Das neue Buch der Tannöd-Autorin widerlegt die These, dass Fortsetzungen schlechter sind als ihre Vorgänger. Hier ist es nämlich genau umgekehrt.
"Tannöd" hat mich nämlich ziemlich enttäuscht, nachdem es so hochgelobt wurde - "Kalteis" hingegen hat dieses Mal etwas mehr Umfang und auch der Schreibstil ist um einiges besser geworden. Zwar stört das gequälte Bairisch immer noch genauso sehr wie im ersten Buch, aber dafür ist der Textfluss jetzt einfach besser. Und das Buch besteht nicht mehr nur noch aus Interviews mit den Beteiligten, sondern kommt einem Roman schon etwas näher.
Was mich allerdings immer noch stört ist die Tatsache, dass man die Bücher von Schenkel am besten immer in einem Rutsch durchlesen sollte, da man sonst nur noch schwer wieder in die Geschichte einsteigen kann. Die Charaktere prägen sich dem Leser nicht ein und so ist es auch hier der Fall, dass man immer wieder mal zurückblättern muss, um sich zu erinnern.
Alles in allem aber ein gut lesbarer Krimi, der ein schnelles Ende findet.
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Sonntag, 30. September 2007
Creepers - David Morrell
Am Sonntag, 30. Sep 2007 im Topic 'Buchkritiken'

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Inhalt: Asbury Park, New Jersey: In einer kalten Oktobernacht dringt eine Gruppe von fünf Abenteurern in ein ehemaliges Luxushotel ein. Das Paragon Hotel ist vor hundert Jahren von einem exzentrischen Millionär in Form einer Maya-Pyramide erbaut worden - und es steht seit dreißig Jahren leer. Die fünf Eindringlinge suchen den ultimativen Kick. Doch der kommt ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatten. In dem halb verfallenen Gebäude ist die Vergangenheit unerwartet lebendig - und hinterhältig. Und sie fordert einen hohen Preis: Die Nacht verwandelt sich in einen Alptraum des Schreckens, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.
Kritik: Da das Buch so hochgelobt worden ist und ich endlich seit langer Zeit mal wieder einen Thriller lesen wollte, fiel meine Wahl somit also auf 'Creepers' von David Morrell.
Die Story ist mal etwas anderes, 5 Abenteurer steigen nachts in ein Luxushotel ein und wollen dabei versuchen keine Spuren zu hinterlassen. Sie kommen auf die kuriosesten Ideen und immer wenn es scheint, dass sich das Buch jetzt ein wenig in die Länge ziehen und langweilig werden könnte, kommt ein neues "Ungeheuer" aus den Tiefen des Hotels hervorgekrochen, um den Leser zu schocken. Von dreibeinigen Katzen und zweischwänzigen Ratten ist hierbei des Öfteren die Rede.
Gegen Ende hin - sozusagen beim "Showdown" - wird der Hauptcharakter meines Erachtens plötzlich in MacGyver verwandelt, denn der Autor beschreibt Vorgänge und Dinge, die sonst eigentlich nur dieser Serienheld vollführt.
Alles in allem finde ich den Thriller sehr gut gelungen; anhand seines großen Schriftbildes lässt sich das Buch auch sehr leicht lesen, was aber des Weiteren natürlich auch mit der einfachen Sprache, sowie der nicht allzu komplizierten Handlung zu tun hat.
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Samstag, 15. September 2007
Zwei Sommer - Britta Keil
Am Samstag, 15. Sep 2007 im Topic 'Buchkritiken'

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Inhalt: Die eine kann nicht schlafen, weil sie nicht mehr weiß, wovon sie träumen soll. Die andere will nicht schlafen, weil ihr schönster Traum Wirklichkeit geworden ist. Marie will nicht mehr verliebt sein in Olli. Isa will, dass Olli nur noch in sie verliebt ist. Und Olli, was will der überhaupt? Am Ende des Sommers steht zumindest eines fest: Liebe ist wunderbar und grausam, weil sie sich einfach an keine Spielregeln hält.
Kritik: Dass solche Dreiecksbeziehungen zum Scheitern verurteilt sind, scheint für den außenstehenden Leser klar, doch Britta Keil macht deutlich, dass solch eine Situation zwischen drei Menschen viel mehr ist, als klar. Das Buch besteht zur Hälfte aus Maries und zur Hälfte aus Isas Sicht. Beide beschreiben, wie sie den Betrug und die neue Beziehung aufnehmen und was sie dabei denken. Die Gedankengänge der beiden sind teils sehr verwirrend und abstrus. Und auch wenn es auf den ersten Blick so aussehen mag, als könne man Maries und Isas Sicht getrennt voneinander lesen, wird getäuscht, denn beide Geschichten gehören zusammen, damit sie zu einer werden können. Und am Ende steht fest, dass sich beide da in etwas verrannt haben und schließlich bitter enttäuscht werden. Doch das bedeutet traurigerweise nicht gleich, dass die Freundschaft der beiden Mädchen wieder zu kitten ist.
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Sonntag, 29. Juli 2007
Millionär - Tommy Jaud
Am Sonntag, 29. Jul 2007 im Topic 'Buchkritiken'

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Inhalt: Simon nörgelt, Simon nervt - aber Simon verbessert die Welt. Glaubt er. Außerdem braucht der inzwischen arbeitslose Vollidiot mal eben 1 Million Euro, um eine nervtötende Nachbarin loszuwerden. In seiner Not entwickelt Simon eine derart abgefahrene Geschäftsidee, dass die Chancen hierfür gar nicht so schlecht stehen...
Kritik: Nach dem meiner Ansicht nach nicht so gut gelungenen "Resturlaub", ging ich auch mit einer entsprechenden Negativ-Haltung an den "Millionär" heran. Allerdings handelt es sich hierbei ja nicht um eine einzelne, abgeschlossene Geschichte, sondern um den 2. Teil um den "berühmt-berüchtigten" Vollidioten Simon Peters. Erst einmal muss ich das Schriftbild des Buches bemäkeln. Also die Seiten sind ja sowas von überhaupt nicht ausgefüllt, da hätte man doch echt gleich ein Taschenbuch draus machen können und es nicht erst für 13,90 € auf den Markt hauen müssen, bevor es dann in ca. einem halben Jahr eh wieder für 9,90 € durchgeht. Zum Inhalt kann ich nur sagen, dass es nahtlos an den "Vollidiot" anknüpft und mindestens genau solche Lacher drin hat. Die Hauptfigur ist so wirr im Kopf, dass man ihn als Leser einfach nur sympathisch finden muss. In irgendeiner Weise ;) Die Ideen sind wirklich kreativ und witzig und man merkt mal wieder: In einem noch so "durchgeknallten" Buch, kann auch ein wenig Sinn drinstecken *g*
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Donnerstag, 12. Juli 2007
Zwischenbilanz: "Gegen das Sommerlicht"
Am Donnerstag, 12. Jul 2007 im Topic 'Buchkritiken'
Kurze Zusammenfassung bis jetzt:
Arme gebeutelte Kleinstadtgöre Ashlyn jammert dem Leser vor, dass sie schon seit Kind an Elfen sehen kann. Da diese so schrecklich böse sind und anscheinend immer böser werden, sucht sie verstärkt Zuflucht bei ihrem "Kumpel-Freund" Seth, der anscheinend so aussehen soll wie Bill von Tokio Hotel. Da Elfen keinen Stahl abkönnen (aha!) und Seth in einem Zugwaggon wohnt (?), kommt sie ihn deshalb immer öfter besuchen. Seth ist anscheinend ein kleiner Casanova und will auch Ashlyn unbedingt dazu bringen, etwas näheres mit ihm einzugehen. Aber die arme kleine Ashlyn fühlt sich dazu noch nicht bereit. Oooohhh...
In einem Anfall von tiefer Melancholie erzählt sie ihrem guten Freund davon, dass sie Elfen sehen kann und Seth glaubt ihr diesen Humbuk anscheinend sofort, sodass er Zettel und Stift zückt und Pläne schmiedet, wie er Ashlyn vor den bösen Elfen bewahren kann.
Unterdessen will der Winterkönig Keenan (Elfe!) eine neue Sommerkönigin auswählen und wer fällt ihm zufällig ins Auge? Richtig, die kleine Ashlyn.
Man muss es dem Cover ja schon eingestehen: Es sieht den "Biss-Büchern" zum Verwechseln ähnlich. Und auch Carlsen wirbt damit, dass dieses Buch genau den gleichen Überraschungserfolg erleben wird, wie die Bücher von Stephenie Meyer. Na gut, wenn sie sich da mal nicht täuschen...
Ich war schon kein allzu großer Fan von den "Biss-Büchern", aber Melissa Marr's Werk ist nun wirklich so abstrus und an den Haaren herbeigezogen, dass ich die nächsten 150 Seiten gerne überspringen würde.
Allerdings wird auch bei diesem Buch wieder deutlich, dass Carlsen ganz schlau auf ein gutes, übersichtliches Schriftbild setzt. Die Schrift ist relativ groß, genauso wie der Durchschuss und außerdem sind viele Absätze auf einer Seite vorhanden, sodass man mit dem Lesen sehr schnell vorankommt.
Arme gebeutelte Kleinstadtgöre Ashlyn jammert dem Leser vor, dass sie schon seit Kind an Elfen sehen kann. Da diese so schrecklich böse sind und anscheinend immer böser werden, sucht sie verstärkt Zuflucht bei ihrem "Kumpel-Freund" Seth, der anscheinend so aussehen soll wie Bill von Tokio Hotel. Da Elfen keinen Stahl abkönnen (aha!) und Seth in einem Zugwaggon wohnt (?), kommt sie ihn deshalb immer öfter besuchen. Seth ist anscheinend ein kleiner Casanova und will auch Ashlyn unbedingt dazu bringen, etwas näheres mit ihm einzugehen. Aber die arme kleine Ashlyn fühlt sich dazu noch nicht bereit. Oooohhh...
In einem Anfall von tiefer Melancholie erzählt sie ihrem guten Freund davon, dass sie Elfen sehen kann und Seth glaubt ihr diesen Humbuk anscheinend sofort, sodass er Zettel und Stift zückt und Pläne schmiedet, wie er Ashlyn vor den bösen Elfen bewahren kann.
Unterdessen will der Winterkönig Keenan (Elfe!) eine neue Sommerkönigin auswählen und wer fällt ihm zufällig ins Auge? Richtig, die kleine Ashlyn.
Man muss es dem Cover ja schon eingestehen: Es sieht den "Biss-Büchern" zum Verwechseln ähnlich. Und auch Carlsen wirbt damit, dass dieses Buch genau den gleichen Überraschungserfolg erleben wird, wie die Bücher von Stephenie Meyer. Na gut, wenn sie sich da mal nicht täuschen...
Ich war schon kein allzu großer Fan von den "Biss-Büchern", aber Melissa Marr's Werk ist nun wirklich so abstrus und an den Haaren herbeigezogen, dass ich die nächsten 150 Seiten gerne überspringen würde.
Allerdings wird auch bei diesem Buch wieder deutlich, dass Carlsen ganz schlau auf ein gutes, übersichtliches Schriftbild setzt. Die Schrift ist relativ groß, genauso wie der Durchschuss und außerdem sind viele Absätze auf einer Seite vorhanden, sodass man mit dem Lesen sehr schnell vorankommt.
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Ein Mann, ein Fjord - Hape Kerkeling
Am Donnerstag, 12. Jul 2007 im Topic 'Buchkritiken'

Mit Kerkelings Jakobsweg-Tour hat dieses Hörbuch auf jeden Fall rein gar nichts zu tun, auch wenn es schon wieder so aussieht, als ginge es um eine Reise, die der momentan so gehypte TV-Star erlebt und als Hörbuch vertont.
Ziemlich abgedreht und wirr ist diese Art von Hörbuch und man muss es Hape Kerkeling zugestehen: So wie er die Stimmen verstellen kann, könnte das Hörbuch glatt ein Hörspiel sein. Nicht umsonst nennt es sich auch 'Der Spielfilm für die Ohren'.
Worum geht's?
Norbert Krabbe gewinnt bei einem Preisausschreiben einen Fjord auf den Lofoten. Ohne Geld und ohne Plan wagt er sich auf eine gefährliche Reise voller Hindernisse, die ihn schlussendlich zu seinem geliebten Fjord bringen soll. Unterwegs begegnet er Figuren wie z.B. Horst Schlämmer.
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Sonntag, 8. Juli 2007
Die Frau des Zeitreisenden - Audrey Niffenegger
Am Sonntag, 8. Jul 2007 im Topic 'Buchkritiken'

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Inhalt: Clare fällt aus allen Himmeln, jedes Mal aufs Neue, wenn Henry vor ihr steht. Denn Henry ist ein Zeitreisender. Plötzlich und unerwartet stürzt er los in eine andere Zeit, aber immer wieder landet er bei Clare, Clare als Kind, als Geliebte und Mutter der gemeinsamen Tochter Alba, Clare als alte Frau, aber da ist er schon lange tot. Seine Zeitreisen sind das Geheimnis, das die Liebenden mit jeder Trennung noch inniger vereint. Audrey Niffenegger schreibt über die Schönheit der Dauer und das Staunen der Sehnsucht, erzählt von der Liebe wie zum ersten Mal. Ein Roman zum Verlieben.
Kritik: Bei der "Frau des Zeitreisenden" schwanke ich ein wenig zwischen Kitsch und Romantik.
Einerseits ist es sooo schön, andererseits verlieren sich manche Erzählstränge irgendwie und wirken so sehr an den Haaren herbeigezogen, dass es teils einfach nur noch kitschig ist. Nichtsdestotrotz hat Niffenegger eine sehr schöne Sprache und sie zeigt auf, wie sehr die Protagonisten Henry und Clare füreinander bestimmt sind. Die Zeitsprünge werden erst gegen Ende des Buches ein wenig verwirrend, wie ich finde und man muss immer mal wieder zurückblättern, um sicher zu gehen, in welchem Jahr das Buch gerade spielt.
In der Mitte verliert das Buch ein wenig an Spannung, die es zum Ende hin aber wieder aufholt, sodass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte, da ich endlich wissen wollte, wie die Liebesgeschichte von Henry und Clare endet.
Das Ende ist so überraschend, dramatisch und traurig, dass mir doch ein paar kleine Tränchen gekommen sind, denn irgendwie wünscht man sich doch ein schöneres "Happy End" für die beiden.
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Tannöd - Andrea M. Schenkel
Am Sonntag, 8. Jul 2007 im Topic 'Buchkritiken'

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Inhalt: Sie nennen ihn nur noch den Mordhof, den einsam gelegenen Hof der Danners in Tannöd. Eine ganze Familie wurde in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Gemocht hat sie kaum jemand, mürrische, geizige Leute waren sie und den ein oder anderen hat der alte Bauer wohl auch übers Ohr gehauen. Aber selbst die Kinder wurden grausam ermordet, und so geht die Angst um im Dorf, denn vom Mörder fehlt jede Spur.
Kritik: Also ehrlich gesagt hätte ich von dem so hochgelobten Bestseller "Tannöd" ja etwas besseres, ausgefalleneres erwartet, als eine Aneinanderreihung von Interviews auf knappen 125 Seiten. Die Idee das Buch mit Befragungen der Einwohner des Dorfes aufzubauen, ist zwar keine schlechte, aber ich behaupte mal, dass - wenn man das Buch nicht an einem Stück liest - sehr schnell der Überblick verloren geht, wer jetzt eigentlich wer ist und wer mit wem wie in Verbindung steht/gestanden hat. Man muss immer wieder zurückblättern, um sich wieder erneut zu informieren.
Was gut gemacht ist, ist, dass der Mörder am Schluss nicht mit dem Namen aufgelöst wird und das war's, sondern man errät den Mörder erst, wenn man weiß wer mit ihm in Verbindung steht und kann so dann darauf schließen.
Meiner Meinung nach hat das Buch nicht sehr viel Tiefgang (den es ja auch auf 125 Seiten kaum aufweisen können wird) und ist somit eher eine nette Lektüre für zwischendurch. 'Nett' deswegen, weil die Morde nicht sonderlich ins Detail gehen und genauestens beschrieben werden.
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