Donnerstag, 3. Januar 2008
Zugeinander - Jochen Till


Bewertung: 3 von 5 Sternen

Inhalt: Valerie und Max haben sich beim Chatten verliebt und wollen sich endlich ganz real kennen lernen. Am selben Tag brechen sie in Berlin bzw. München auf, um den anderen zu überraschen. Ein Zugfahrt mit unvorhergesehenem Ausgang.

Kritik: Jochen Till versteht es ein Thema, welches mittlerweile viele Jugendliche beschäftigt, lustig und gleichzeitig ernst darzustellen. Er lässt vieles ziemlich absurd aussehen, aber das ist diese Geschichte ja auch, in der es um zwei Verliebte aus einer total entgegengesetzten Richtung geht.
Die Hauptcharaktere Valerie und Max schließt man gleich ins Herz, weil sie so offen und lebensnah sind. Beide erzählen immer aus ihrer Perspektive und wechseln sich pro Kapitel stets ab.
Jochen Till hat einen wunderbaren Erzählstil, der es einem leicht macht, das Buch innerhalb weniger Stunden zu verschlingen. Und am Ende legt man es zwar mit einem Schmunzeln aus der Hand, kann aber dennoch behaupten eine Geschichte mit Hintergrund und Ernsthaftigkeit gelesen zu haben.

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Sonntag, 11. November 2007
Kalteis - Andrea M. Schenkel


Bewertung: 3 von 5 Sternen

Inhalt: München, Ende der 30er Jahre: Süß und sehnsüchtig ist der Traum vom Glück in der großen Stadt - auch Kathie träumt ihn und entflieht der Enge des dörflichen Lebens. Manch eine ist hier schon unter die Räder gekommen, aber sie wird es schon schaffen. Oder? Dunkelhaarig, kräftig und hübsch ist sie, wie die Frauen, die seit einiger Zeit in München und Umgebung spurlos verschwinden. Der Teufel scheint auf dem Fahrrad unterwegs zu sein.In München und Umgebung werden junge Frauen vergewaltigt und umgebracht. Josef Kalteis ist verhaftet worden, aber gehen wirklich alle Verbrechen auf sein Konto?
Wurde vielleicht der Falsche hingerichtet und der Mörder läuft immer noch frei herum?

Kritik: Das neue Buch der Tannöd-Autorin widerlegt die These, dass Fortsetzungen schlechter sind als ihre Vorgänger. Hier ist es nämlich genau umgekehrt.
"Tannöd" hat mich nämlich ziemlich enttäuscht, nachdem es so hochgelobt wurde - "Kalteis" hingegen hat dieses Mal etwas mehr Umfang und auch der Schreibstil ist um einiges besser geworden. Zwar stört das gequälte Bairisch immer noch genauso sehr wie im ersten Buch, aber dafür ist der Textfluss jetzt einfach besser. Und das Buch besteht nicht mehr nur noch aus Interviews mit den Beteiligten, sondern kommt einem Roman schon etwas näher.
Was mich allerdings immer noch stört ist die Tatsache, dass man die Bücher von Schenkel am besten immer in einem Rutsch durchlesen sollte, da man sonst nur noch schwer wieder in die Geschichte einsteigen kann. Die Charaktere prägen sich dem Leser nicht ein und so ist es auch hier der Fall, dass man immer wieder mal zurückblättern muss, um sich zu erinnern.
Alles in allem aber ein gut lesbarer Krimi, der ein schnelles Ende findet.

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Sonntag, 30. September 2007
Creepers - David Morrell


Bewertung: 4 von 5 Sternen

Inhalt: Asbury Park, New Jersey: In einer kalten Oktobernacht dringt eine Gruppe von fünf Abenteurern in ein ehemaliges Luxushotel ein. Das Paragon Hotel ist vor hundert Jahren von einem exzentrischen Millionär in Form einer Maya-Pyramide erbaut worden - und es steht seit dreißig Jahren leer. Die fünf Eindringlinge suchen den ultimativen Kick. Doch der kommt ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatten. In dem halb verfallenen Gebäude ist die Vergangenheit unerwartet lebendig - und hinterhältig. Und sie fordert einen hohen Preis: Die Nacht verwandelt sich in einen Alptraum des Schreckens, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.

Kritik: Da das Buch so hochgelobt worden ist und ich endlich seit langer Zeit mal wieder einen Thriller lesen wollte, fiel meine Wahl somit also auf 'Creepers' von David Morrell.
Die Story ist mal etwas anderes, 5 Abenteurer steigen nachts in ein Luxushotel ein und wollen dabei versuchen keine Spuren zu hinterlassen. Sie kommen auf die kuriosesten Ideen und immer wenn es scheint, dass sich das Buch jetzt ein wenig in die Länge ziehen und langweilig werden könnte, kommt ein neues "Ungeheuer" aus den Tiefen des Hotels hervorgekrochen, um den Leser zu schocken. Von dreibeinigen Katzen und zweischwänzigen Ratten ist hierbei des Öfteren die Rede.
Gegen Ende hin - sozusagen beim "Showdown" - wird der Hauptcharakter meines Erachtens plötzlich in MacGyver verwandelt, denn der Autor beschreibt Vorgänge und Dinge, die sonst eigentlich nur dieser Serienheld vollführt.
Alles in allem finde ich den Thriller sehr gut gelungen; anhand seines großen Schriftbildes lässt sich das Buch auch sehr leicht lesen, was aber des Weiteren natürlich auch mit der einfachen Sprache, sowie der nicht allzu komplizierten Handlung zu tun hat.

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